Zwischen Nicht-Orte und Orte

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Ich arbeite viel und lebe schon lange für diese Nicht-Orte.
Müde bin ich und will ausruhen.
Da steht ein Haus, mitten in den Bergen.
Dort soll ich hingehen, aber ich finde keine Ruhe.
Dann gehe ich.
Und endlich sehe ich.
Hohe Felsnadeln, unzugängliche Schluchten, senkrechte Wände.
Ich setze mich zu Marco an die Theke und schau nach draußen.
Der Schnee.
Drinnen braten sie Fleisch.
Und bieten mir ein volles Glas an, schwarz und dickflüssig.
Lagrein Dunkel.
Der duftet nach Erde und nach Dingen, die ich gesehen habe.
Ich trinke den Wein.
Unzerstörte Erinnerungen holt er mir ins Gedächtnis zurück.
Auch andere Menschen trinken, und wir kommen ins Gespräch.
Unsere Zungen, oftmals unverständlich, lockern sich und wir beginnen, einander zu verstehen.
Auch diese Menschen waren traurig gewesen.
Was für eine Perle, dieser Ort.
Les Dolomites. Vor langer Zeit geboren.
Heute bin auch ich in diesem Land
ein bisschen auf die Welt gekommen.
Nach Hause geh’ ich neu geboren.
Neu geboren und heiter.
Denn auch ich gehöre heute zu diesem Ort dazu.

michil costa

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